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| 18 Dezember | A 21€ B 16€ C 12€ D 7€ | ||||||
Direktor SALVADOR BROTONS
Geige ANDREA SESTAKOVA
Klaviere DÚO SCARBÓ (ELENA HAMMEL und LAURA SÁNCHEZ)
The Wasps, R. Vaughan Williams
Der Karneval der Tiere, C. Saint Saëns
Aufsteigende Lerche, R. Vaughan Williams
Francesca da Rimini, P.I. Tchaikovsky
Die Natur und die Literatur waren gro?e Quellen der Inspiration dieser Komponisten. Das Genie jedes einzelnen von ihnen, ohne dabei die Absichten zu vergessen, die sie zum jeweiligen Zeitpunkt motivierten, führte in ihrer Vielfältigkeit zu sehr unterschiedlichen und wundervollen Partituren. So wie die Partituren, aus denen sich dieses Abonnementprogramm zusammensetzt.
Obwohl es sich um denselben Autor handelt, kann eine Musik, die in jähzornigen Wespen inspiriert ist, die, wie der gro?e griechische Autor Aristophanes schrieb, „einen spitzen Stachel haben, mit dem sie zustechen, ihn wie einen Blitz abschie?en und schreiend herumspringen“, nicht mit der Musik verglichen werden, die sich in einer Lerche inspiriert, die aufsteigt und beginnt sich zu drehen,/ihre silbrige Klangkette von sich zu gibt,/mit zahlreichen ununterbrochenen Kettengliedern/ Zwitschern, Pfeifen, Portamentos und Trillern...”, so wie sie sich der englische Poet George Meredtih vorstellte. Vielleicht hatte auch einen gewissen Einfluss, dass The Wasps (Die Wespen) für eine Universitätsaufführung des Werks von Aristophanes im Jahre 1909 komponiert wurde und dass Die aufsteigende Lerche nach der umfassenden Revision seitens eines Mannes veröffentlicht wurde, der das Drama des Ersten Weltkriegs aus nächster Nähe erlebt hatte. Ralph Vaughan Williams, Autor beider Werke, ist ein interessanter Komponist, den seine Landsleute bewundern und verehren, aber von dem die restliche Welt wenig wei? und die die gro?e Gelegenheit verpasst hat, in dieser Zeit, in der ständig irgendwelche Jahrestage und -feiern abgehalten werden, an seinem 50. Todestag (nun bereits 51. Todestag) etwas mehr über ihn zu erfahren.
Obwohl sie zeitlich sehr nahe beieinander liegen, können auch folgende Kompositionen nicht viel gemeinsam haben. Zum einen ein Werk mit dem Untertitel „Gro?e zoologische Fantasie“, ein Musterkatalog der verschiedenen Tiere, der wie ein musikalischer Witz entworfen wurde, dessen Autor, Camille Saint-Saëns, sich über den Sinn für Humor einiger seiner Kollegen nicht sehr sicher war und die vollständige Erstaufführung erst nach seinem Tod zulie?-, und zum anderen eine „symphonische Fantasie“, die von einem so temperamentvollen Autor wie Piotr Ilyich Tchaikovsky komponiert wurde, unter dem Eindruck, den die tragische Geschichte der Francesca da Rimini bei ihm hinterlie?, so wie Dante sie in seinem Besuch in der Hölle wiedergab.